Die Praxis Schwabstraße 26 gehört zu den dienstältesten HIV-Schwerpunktpraxen in Deutschland. Bereits in den 1980er-Jahren haben wir die ersten Patienten mit HIV und AIDS medizinisch begleitet, mit dem Anspruch, fachlich exzellent und menschlich zugewandt handeln. Daran hat sich bis heute nichts geändert, außer, dass sich die Behandlungsmöglichkeiten grundlegend verbessert haben.
Eine HIV-Infektion ist heute gut behandelbar. Moderne Medikamente ermöglichen ein Leben mit stabiler Gesundheit, hoher Lebensqualität und nahezu normaler Lebenserwartung. In unserer Praxis begleiten wir Sie mit viel Erfahrung, einem offenen Ohr und einem interdisziplinären Team, das Ihre Therapie individuell auf Sie abstimmt.
Die sogenannte antiretrovirale Therapie (ART) unterdrückt die Vermehrung des Virus im Körper – oft mit nur einer Tablette täglich. So bleibt das Immunsystem stabil und das Virus im Blut nicht mehr nachweisbar. Das schützt nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch andere.
Ihre Lebenssituation steht bei uns im Mittelpunkt: Ob Erstdiagnose, bestehende Therapie, besondere Lebensphasen wie Schwangerschaft oder Fragen zu Medikamentenverträglichkeit – wir nehmen uns Zeit, klären verständlich auf und entwickeln gemeinsam mit Ihnen den besten Behandlungsplan.
Sollten Unverträglichkeiten auftreten, stehen uns zahlreiche Therapiealternativen zur Verfügung. Regelmäßige Kontrollen sichern den Behandlungserfolg und helfen, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Wir verstehen HIV nicht nur als medizinische Diagnose, sondern als Teil einer Lebensrealität. Deshalb behandeln wir nicht nur die Infektion, sondern begleiten Sie als ganzen Menschen – professionell, respektvoll und mit dem Blick auf das Wesentliche: Ihre Gesundheit.
Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind häufiger, als viele denken – und verlaufen oft ohne direkt erkennbare Symptome. Umso wichtiger ist eine frühe Abklärung, wenn Beschwerden auftreten oder ein möglicher Risikokontakt vorliegt.
In unserer Praxis beraten, untersuchen und behandeln wir alle gängigen sexuell übertragbaren Erkrankungen – sensibel, diskret und auf dem neuesten Stand der Medizin. Zu den häufigsten Erregern zählen Chlamydien, Gonokokken (Tripper), seltener Mykoplasmen, Ureaplasmen, aber auch Syphilis, HIV, Hepatitis A, B und C, Herpes simplex (I und II), Mpox (ehem. Affenpocken) und weitere.
Typische Anzeichen können sein:
- Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
- Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
- Ausfluss, Juckreiz oder Blutungen
- Hautausschläge, Fieber oder geschwollene Lymphknoten
Zur Diagnostik nutzen wir moderne Laborverfahren, bspw. Blutanalysen und Schleimhautabstriche (anale, urethral, vaginal und oral). Bei klinischem Verdacht oder entsprechenden Symptomen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten.
Darüber hinaus beraten wir zu sinnvollen Impfungen – etwa gegen Hepatitis A und B oder HPV – und führen diese nach aktueller STIKO-Empfehlung durch. Hierbei ist darauf zu achten, dass nicht alle Impfungen Kassenleistungen sind.
Wir bieten auch die Testung oben genannter Infektionen ohne Symptome an, dies wird nicht von der Kasse übernommen und als Privatleistung in Rechnung gestellt. Gerne geben wir Ihnen Auskunft über die Kosten.
Kleiner Tipp: grundsätzlich führen die Gesundheitsämter kostenlos die Testung von sexuell übertragbaren Infektionen durch!
Fieber ist ein wichtiges Warnsignal des Körpers. In vielen Fällen steckt eine harmlose Infektion dahinter – doch wenn sich über längere Zeit keine Ursache finden lässt, sprechen Fachleute von „Fieber unbekannter Ursache“ (FUO, „fever of unknown origin“).
Von FUO spricht man, wenn das Fieber über mehr als drei Wochen anhält, dabei regelmäßig Temperaturen über 38,3°C erreicht und gängige Untersuchungen keine eindeutige Erklärung liefern.
In unserer Praxis nehmen wir solche unklaren Fieberzustände sehr ernst. Denn neben Infektionen kommen auch andere Ursachen infrage – etwa autoimmune Erkrankungen, bestimmte Tumore oder seltene Stoffwechselstörungen. Auch Medikamentenunverträglichkeiten können Fieber auslösen.
Wir begleiten die Abklärung strukturiert und interdisziplinär: Mit ausführlicher Anamnese, moderner Labordiagnostik, Bildgebung in Zusammenarbeit mit Partnerpraxen und gezielten Spezialtests. Ziel ist es, den Ursachen auf den Grund zu gehen – und wenn möglich eine wirksame Therapie einzuleiten.
Unser Ärzteteam verfügt über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung infektiöser Lebererkrankungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Hepatitis B und Hepatitis C, zwei chronischen Virusinfektionen, die unbehandelt die Leber schädigen können. Hierzu zählen auch andere Formen der viralen Hepatitis wie bspw. Hepatitis A, D und E.
Für die Diagnostik stehen uns Laboruntersuchungen, die Lebersonografie und bei Bedarf weiterführende bildgebende Verfahren zur Verfügung. Sollte eine Therapie notwendig sein, kann diese ambulant bei uns durchgeführt werden.
Tuberkulose (TBC) ist weltweit eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Auch in Deutschland bleibt sie ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko – insbesondere für Menschen mit bestimmten Risikofaktoren oder geschwächtem Immunsystem.
In unserer Praxis klären wir Verdachtsfälle umfassend ab: Im ärztlichen Gespräch erfassen wir Symptome und Risikofaktoren, führen gezielte Laboranalysen durch und nutzen Bluttests zum Nachweis einer aktiven oder latenten Infektion.
Im Falle einer Erkrankung begleiten wir die medikamentöse Therapie, gemeinsam mit den Gesundheitsämtern, leitliniengerecht und individuell abgestimmt. Die Behandlung erstreckt sich in der Regel über mehrere Monate und ist entscheidend, um Rückfälle und Resistenzbildungen zu vermeiden. Auch bei erhöhtem Risiko – etwa nach engem Kontakt mit Erkrankten – kann eine vorbeugende Therapie sinnvoll sein.
Während der Corona-Pandemie war unsere Praxis eine zentrale Anlaufstelle für die medizinische Versorgung in Stuttgart. Als offizielle Covid-19-Schwerpunktpraxis haben wir frühzeitig Verantwortung übernommen – durch die Leitung der städtischen Fieberambulanz, die Einrichtung eines eigenen Impfzentrums und die kontinuierliche Betreuung unserer Patientinnen und Patienten.
Auch heute beobachten wir die Entwicklung des SARS-CoV-2-Virus und seiner Varianten aufmerksam, um präventive Maßnahmen auf dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft zu halten. Wir informieren Sie über geltende Impfempfehlungen, beraten individuell und führen empfohlene Schutzimpfungen zuverlässig durch.